«Der Fachkräftemangel ist eine Ausrede!»

Das ist natürlich eine sehr provokative Aussage. Und ich weiss sehr wohl, dass der Fachkräftemangel für viele Unternehmen eine echte Herausforderung ist. Es gibt dafür die unterschiedlichsten Gründe. Doch Fakt ist auch, dass Sie als Unternehmerin oder Unternehmer dafür verantwortlich sind, für diese Herausforderung eine Lösung zu finden – wer sonst sollte es denn tun?

Was wäre, wenn Sie den Schlüssel an der falschen Stelle suchen?

Wenn es darum geht, die Zukunft zu gestalten, hilft es in den dynamischen Märkten von heute nur wenig, die Vergangenheit zu studieren. Den demografischen Wandel oder die mangelnde Attraktivität gewisser Berufe für die aktuellen Probleme verantwortlich zu machen, ist zwar bequem, hilft aber nichts.

Auf den 1. Blick scheint es ein Ungleichgewicht zwischen offenen Stellen und Stellensuchenden zu geben. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Gemäss einer Studie aus dem Jahre 2016 würden sich 40% der Bewerber häufiger bewerben, wenn die Bewerbungs-Verfahren einfacher und schneller wären. Und in dieser Studie wurden nur die Bewerber gefragt – da kommen also noch die Wechsel-Willigen dazu, die sich noch gar nicht beworben haben.

Auch die Gallup Engagement Studie aus dem Jahre 2020 spricht eine deutliche Sprache: Über 80% der Befragten haben nur eine geringe emotionale Bindung zum Arbeitgeber. Und nur gerade 6 von 10 Arbeitnehmer:innen wollen sicher noch die nächsten 12 Monate beim derzeitigen Arbeitgeber bleiben.

Das bedeutet, es gibt viele Menschen, die mit ihrem Job unzufrieden sind – doch ist nur ein Teil davon auf dem Stellenmarkt aktiv.

Warum die Rezepte der Vergangenheit im Jahr 2022 nicht mehr funktionieren

Die meisten Unternehmen arbeiten nach wie vor mit den Rezepten aus dem letzten Jahrhundert. Die Stellenanzeigen mit ellenlangen Anforderungskatalogen werden zwar nicht mehr in Zeitungen gedruckt, sondern auf Job-Plattformen hochgeladen. Und die Bewerbungsverfahren sind stark automatisiert worden.

Doch die Bewerbenden werden immer noch als Bittsteller betrachtet. Sie werden geradezu genötigt, ihre Lebensläufe in Online-Formulare abzutippen, nur damit die Unternehmen sie dann voll-automatisiert aussortieren können. Kein vernünftiger Mensch hat dazu Lust. Das machen nur solche, die aus irgendeinem Grund eine Stelle suchen müssen.

Oder lassen Sie etwa Ihre Kunden auch eine schriftliche Bewerbung einreichen?

Unnötige Hindernisse

Wer wirklich händeringend nach Fachkräften sucht, sollte es diesen nicht unnötig schwer machen. Doch genau das ist der Fall. Jeder Bewerber ist heute mit 3 Hindernissen konfrontiert:

  1. Mangel an Wertschätzung („bewirb dich!“ — statt „hol dir unser Angebot!“)
  2. komplizierte + zeitaufwändige Bewerbungs-Verfahren
  3. Mangel an Transparenz (Prozess + Kommunikation über unpersönliche Standard-Floskeln aus Text-Konserven)

Ausserdem fokussieren die meisten Unternehmen bei der Suche von Mitarbeitenden «nur» auf Fachkompetenz und Erfahrung. Dabei vernachlässigen sie den Umstand, dass Aus- und Weiterbildungen sich laufend verändern. Märkte haben sich fundamental verändert. Heute ist das Angebot sehr oft grösser als die Nachfrage. Durch das Internet ist jeder Kunde – und auch der potenzielle Mitarbeitende – jederzeit über beinahe alles sofort informiert. Ihre Mitbewerber sind also auch in der Rekrutierung von Fachkräften nur einen Mausklick entfernt.

Die Verpackung …

In übersättigten Märkten zählen nicht allein die Merkmale, Leistungen und die Qualität des Angebotes, sondern in erheblichem Masse das Marketing und die Positionierung – und manchmal auch nur die Verpackung. Wie uns das Beispiel Apple zeigt, kann das eigentliche Produkt sogar austauschbar sein.

Auch bei der Rekrutierung von Fachkräften ist immer weniger der eigentliche Job, als vielmehr das gesamte Unternehmen – genauer gesagt, die Unternehmenskultur – das entscheidende Element!

Das wirft dann ein komplett neues Licht auf die Frage, warum gerade Kleinunternehmen keine Fachkräfte finden.

Generation Z …

97% der Kleinunternehmen sind auf Social Media komplett unsichtbar. Die Webseiten – so überhaupt vorhanden – wirken altbacken und alles andere als einladend. Die stolz betonte langjährige (Familien-)Tradition kommt bei der Generation Z eher als uncool und verstaubt an.

Wer sich dann trotzdem einen Schritt weiter wagt, erlebt nicht selten einen Betrieb mit eher patriarchalen Strukturen – ich nenne das gerne «Organisation auf Zuruf». Der Chef ruft und die Mitarbeitenden haben zu rennen.

Was ich hier überzeichnet darstelle, ist in den wenigsten Fällen böse Absicht. Es fehlt schlicht und einfach an Wissen zu Organisation und (moderner) Führung. Das Ergebnis sind unklare Strukturen und Zuständigkeiten.

Fehlende Verantwortung und Kompetenzen bedeuten aber gleichzeitig auch fehlende Freiräume – ein Punkt, der gerade bei der Generation Z besonders wichtig ist. Wenn jetzt diese nicht klar definierten Freiräume von Alt und Jung unterschiedlich genutzt werden, entsteht sehr schnell eine grosse Unzufriedenheit im ganzen Betrieb.

Die fehlende Organisation geht nicht selten mit mangelhafter Planung und überbordendem Papierkram einher. Damit wird die Gestaltung der Zukunft nahezu verunmöglicht. Die Perspektiven sind also nicht nur für bestehende und potenzielle neue Fachkräfte, sondern auch für den Unternehmer alles andere als komfortabel.

Das Arbeitsklima ist Chef-Sache

«Häufigste Ursache für Unzufriedenheit, mittelmässige Ergebnisse und Terminverzögerungen bei Aufträgen und Projekten sind unklare Abläufe und Verantwortlichkeiten!»

Wenn Sie weiterhin tun, was Sie immer schon getan haben, werden Sie in den dynamischen Märkten von heute immer schneller ins Hintertreffen geraten. Und wenn Sie weiterhin nicht an der Qualität Ihrer Organisation arbeiten, sondern sich nur auf Ihre Fachkompetenz und Erfahrung abstützen, dann wird sich der Trend fortsetzen und Ihre Zeit wird noch mehr zum Engpass. Die Kunden + Mitarbeitenden sind trotz laufend grösserer Anstrengungen immer unzufriedener.

Die meisten Menschen haben ein sehr feines Gespür, zwischen Lippenbekenntnissen und vorgelebten Taten zu unterscheiden. Oft vergessen wir, dass der Mensch kein rational denkendes Wesen ist, das sich nur von Zahlen, Daten und Fakten leiten lässt. Menschen haben ihren eigenen Nutzen vor Augen, wollen verstehen, verstanden und vor allem (vorher) gefragt werden. Sie wollen über Dinge mitbestimmen, von denen sie unmittelbar betroffen sind.

Gerade in Kleinunternehmen prallen oft Traditionen und Modernität sowie Generationen aufeinander. Mangels Erfahrung mit Veränderungen wird nicht selten erst auf Druck von aussen gehandelt und auch noch versucht, gleich mehrere Schritte auf einmal zu machen.

Warum ist Veränderung heute so wichtig und gleichzeitig schwierig?

Aus meiner Sicht hat es hauptsächlich zwei Gründe. Zum einen folgen Veränderungen immer schneller aufeinander und zum andern verändert sich fast alles und auch noch fast gleichzeitig. Das führt bei den meisten Menschen zu einer massiven Überforderung und zu Ängsten. Und weil diese Überforderung meist auch vor den Führungskräften nicht halt macht, fehlt es an vielen Orten komplett an Sicherheit, was Überforderung und Ängste weiter befeuern.

Das alles hat viel mit Organisation in erweitertem Sinne zu tun. Das ist einer der am meisten unterschätzten Punkte. Es gibt kaum eine andere Stellschraube in Ihrem Betrieb, wo Sie mit dem geringsten Aufwand einen so gewaltigen Nutzen haben. Im Zusammenhang mit der Suche nach Fachkräften sind 3 Punkte wichtig:

  1. vereinfachen – standardisieren – automatisieren führt dazu, dass die Anforderung an die Mitarbeiter sinkt – Sie können also auch mit «normalen» Menschen arbeiten.
  2. Organisation führt in der Regel dazu, dass Ihre Marge steigt – Sie könnten also auch bessere Löhne zahlen – wenn das nötig sein sollte.
  3. Eine klare Organisation fördert die Eigenverantwortung.

Ohne Organisation fehlt es an Klarheit. Ohne Organisation kein Unternehmen.

Fachkräfte finden statt suchen

Vielleicht ist ja der vermeintliche Fachkräftemangel in Wahrheit nur ein Mangel an Organisation!

Das wäre jetzt natürlich etwas gar einfach ausgedrückt. Doch es trifft zumindest auf den Ablauf der Bewerbungs-Verfahren zu. Hier gilt es als erstes anzusetzen. Aber Achtung! Es geht nicht darum, den Ablauf weiter zu automatisieren. Es geht darum den ganzen Prozess komplett neu zu erfinden:

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Markus Grubenmann

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